fachforum

Donnerstag 12.12.2019, 17-19 Uhr
„Selbstvergottung – Über die metaphyischen Wurzeln des deutschen Bildungsbegriffs“, Vortrag und Gespräch mit Dr. Dr. Florian Arnold (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart), Veranstalter: Landesinstitut + Fachverband Philosophie Hamburg, Ort: Li.Hamburg
Was unterscheidet Bildung von Erziehung? Kaum eine Kulturtradition Europas und seiner Ableger weist in ihrem Wortschatz einen Ausdruck auf, der vom Ende des 18. bis weit ins 20. Jahrhundert die alltäglichen Aufgaben der Erziehung mit solch einer Emphase verbunden hat, dass sich ein regelrechter Kult um sie herausbilden sollte. In dessen Zentrum stand dabei ein Bild des Menschen, der sich in all seinen Talenten soweit als möglich auszubilden habe, um damit nicht nur der eigenen Persönlichkeit gerecht zu werden, sondern gleichermaßen einer im Wesen metaphysischen Agenda: der der Selbstvergottung. Der klassisch-deutsche Bildungsbegriff des Neuhumanismus hat erstmals in der mystischen Sprache Meister Eckharts seine theoretischen und praktischen Konturen gewonnen und zwar, indem er ein altes philosophisches Erbe wiederbelebte: die platonische „Angleichung an Gott“. Lässt sich unter diesen Voraussetzungen heute noch am Begriff der „Bildung“ festhalten?

Dienstag, 21.05. 2019, 17-19 Uhr,
Gibt es ein ‚Hamburger Modell‘ guten Philosophieunterrichts? Worin bestünde es? Und wie ließe es sich rechtfertigen gegenüber alternativen Auffassungen?“ Vortrag und Gespräch mit Philipp Scherler, (Universität Hamburg/ Li.Hamburg), Veranstalter: Landesinstitut + Fachverband Philosophie Hamburg, Ort: Li.Hamburg